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Lieferservice auf der Restaurant-Website: Was eine gute Bestellfunktion braucht

Lieferservice auf der Restaurant-Website: Was eine gute Bestellfunktion braucht

Die Pizza ist ausgewählt, die Getränke liegen im Warenkorb – und erst beim Bezahlen erfährt der Gast, dass seine Adresse außerhalb des Liefergebiets liegt. Solche Situationen lassen sich mit einer durchdachten Bestellfunktion vermeiden. Eine gute Restaurant-Website mit Bestellfunktion zeigt früh, wohin geliefert wird, welche Kosten entstehen und wann das Essen voraussichtlich ankommt. Gleichzeitig muss jede Bestellung zuverlässig bei Ihrem Team landen.

Lieferung und Abholung von Anfang an unterscheiden

Lassen Sie Gäste möglichst zu Beginn zwischen „Liefern lassen“ und „Selbst abholen“ wählen. Davon hängen mehrere Angaben ab: Lieferadresse, Mindestbestellwert, Gebühren und verfügbare Zeiten.

Bei einer Lieferbestellung sollte die Website früh prüfen, ob die Adresse bedient werden kann. Für die Abholung genügt dagegen eine klare Angabe des Standorts. Betreiben Sie mehrere Filialen, muss eindeutig sein, an welcher das Essen bereitsteht.

Diese Auswahl sollte sich später ändern lassen. Wer nach dem Blick auf die Lieferzeit lieber selbst vorbeikommt, möchte seine Gerichte behalten. Der Warenkorb kann bestehen bleiben; Kosten und Zeiten müssen anschließend neu berechnet werden.

Liefergebiete eindeutig festlegen

„Wir liefern in der Umgebung“ hilft Gästen wenig. Definieren Sie Ihr Liefergebiet anhand von Postleitzahlen, Ortsteilen oder klaren Grenzen. Eine Karte kann ergänzen, doch entscheidend ist eine verständliche Prüfung der eingegebenen Adresse.

Postleitzahlen allein reichen manchmal nicht aus: Ein Gebiet kann Straßen umfassen, die Ihr Fahrpersonal wegen langer Wege nicht sinnvoll erreicht. Die Bestellfunktion sollte solche Grenzen abbilden können.

Bei einer Adresse außerhalb des Liefergebiets braucht es einen hilfreichen Hinweis, etwa:

„Diese Adresse liegt außerhalb unseres Liefergebiets. Sie können Ihre Bestellung bei uns abholen.“

Wenn Sie Ihren Lieferservice über die eigene Homepage anbieten, sollten die hinterlegten Grenzen zu den tatsächlich gefahrenen Touren passen. Prüfen Sie besonders Randlagen, Neubaugebiete und Straßen mit ähnlichen Namen.

Mindestbestellwert und Lieferkosten transparent anzeigen

Gäste sollten die Konditionen kennen, bevor sie ihren Warenkorb zusammenstellen. Zeigen Sie deshalb nach der Adressprüfung den geltenden Mindestbestellwert und die Liefergebühr.

Unterschiedliche Bedingungen je Lieferzone sind möglich. Sie müssen jedoch verständlich bleiben. Ein einfaches Beispiel:

Lieferzone Mindestbestellwert Lieferkosten
Nahbereich 15,00 € 2,50 €
Äußeres Liefergebiet 20,00 € 4,00 €

Diese Werte dienen nur der Veranschaulichung. Ihre tatsächlichen Konditionen sollten zu Fahrtwegen, Personaleinsatz und Bestellumfang passen.

Klarstellen, was zum Mindestbestellwert zählt

Erklären Sie, ob Lieferkosten zum Mindestbestellwert zählen und wie Rabatte berücksichtigt werden. Wenn ausschließlich Speisen und Getränke zählen, sollte die Website das entsprechend berechnen.

Beispiel: Bei einem Mindestbestellwert von 15 Euro fehlen einem Warenkorb mit 13 Euro Warenwert noch 2 Euro – auch wenn zusätzlich 2,50 Euro Lieferkosten anfallen.

Ein konkreter Hinweis wie „Noch 2,00 € bis zum Mindestbestellwert“ ist hilfreicher als eine allgemeine Fehlermeldung.

Den Gesamtpreis laufend aktualisieren

Größen, zusätzliche Zutaten und andere kostenpflichtige Optionen müssen den Preis sofort verändern. Im Warenkorb sollten Warenwert, Lieferkosten und weitere berechnete Positionen getrennt erscheinen.

Vor dem Absenden muss der vollständige Gesamtbetrag klar erkennbar sein. Auch bei Abholbestellungen sollte eindeutig sein, welche Gebühren gegebenenfalls anfallen.

Bestellzeiten vom Restaurantbetrieb unterscheiden

Öffnungszeiten, Küchenzeiten und Lieferzeiten sind nicht automatisch identisch. Ein Restaurant kann bis 22 Uhr geöffnet sein, während Lieferbestellungen nur bis 21:30 Uhr angenommen werden.

Hinterlegen Sie deshalb getrennt:

  • Zeiten für Lieferbestellungen und Abholung
  • Annahmeschluss für Bestellungen am selben Tag
  • Ruhetage, Feiertage und kurzfristige Schließungen
  • Verfügbare Zeitfenster für Vorbestellungen

Außerhalb der Bestellzeiten sollte die Website erklären, wann wieder bestellt werden kann. Falls Vorbestellungen möglich sind, braucht es eine sichtbare Auswahl für Datum und Uhrzeit.

Lieferzeiten an die Auslastung anpassen

Eine feste Angabe von „30 Minuten“ wird problematisch, wenn die Küche am Freitagabend deutlich länger braucht. Praktischer ist eine realistische Zeitspanne, die Ihr Team bei hoher Auslastung anpassen kann.

Unterscheiden Sie außerdem zwischen einer geschätzten Dauer und einem bestätigten Zeitfenster. „Voraussichtlich 40–55 Minuten“ beschreibt eine Erwartung. „Abholung um 19:15 Uhr bestätigt“ vermittelt eine konkrete Zusage.

Die Bestellfunktion sollte es ermöglichen, Zeitfenster zu begrenzen oder neue Bestellungen vorübergehend zu pausieren, wenn Küche oder Fahrpersonal ausgelastet sind.

Eine Speisekarte, mit der sich wirklich bestellen lässt

Eine herunterladbare Speisekarte kann ergänzend nützlich sein. Für Online-Bestellungen brauchen Gäste jedoch direkt auswählbare Gerichte mit verständlichen Optionen.

Zu jedem Angebot gehören eine klare Bezeichnung, eine kurze Beschreibung und der passende Preis. Bei Pizza sind beispielsweise Größe und zusätzliche Beläge wichtig, bei Menüs die enthaltenen Beilagen und Getränke.

Allergeninformationen sollten vor dem Bestellen leicht erreichbar sein. Welche Stoffgruppen dabei besonders relevant sind, erläutert der Lebensmittelverband Deutschland in seinen Informationen zu Allergenen und zur Allergenkennzeichnung. Auch erforderliche Zusatzstoffangaben brauchen eine verständliche Darstellung.

Ausverkaufte Gerichte müssen sich schnell deaktivieren lassen. Für häufige Wünsche wie „ohne Zwiebeln“ eignen sich feste Auswahlmöglichkeiten. Ein zusätzliches Bemerkungsfeld kann Sonderwünsche aufnehmen; kostenpflichtige Extras sollten über die vorgesehenen Optionen bestellt werden, damit der Preis stimmt.

Den Bestellabschluss einfach und nachvollziehbar gestalten

Viele Gäste bestellen unterwegs oder vom Sofa aus mit dem Smartphone. Große Schaltflächen, gut lesbare Preise und wenige Eingabefelder erleichtern den Abschluss.

Eine Gastbestellung ohne verpflichtendes Kundenkonto ist dafür eine praktische Grundlage. Erfragen Sie die Angaben, die Sie zur Abwicklung benötigen: Name, Lieferadresse bei Zustellung und eine geeignete Kontaktmöglichkeit für Rückfragen. Ein Feld für Klingelschild, Stockwerk oder Zufahrt kann Lieferungen erleichtern.

Die verfügbaren Zahlungsarten sollten früh sichtbar sein. Vor dem abschließenden Klick braucht es eine überprüfbare Zusammenfassung mit Gerichten, Mengen, Optionen, Adresse beziehungsweise Abholort, Zeitangabe und Gesamtpreis. Verwenden Sie eine eindeutige Schaltflächenbeschriftung wie „Zahlungspflichtig bestellen“.

Bei Zahlungsproblemen sollte der Warenkorb erhalten bleiben. Das System muss außerdem verhindern, dass mehrfaches Tippen dieselbe Bestellung mehrfach auslöst.

Bestellbestätigungen müssen Sicherheit geben

Nach dem Absenden möchte der Gast wissen: Ist meine Bestellung angekommen, wird sie zubereitet und wann bekomme ich sie?

Eine verständliche Bestätigung enthält:

  • Bestellnummer und bestellte Artikel einschließlich Änderungen
  • Gesamtbetrag und Zahlungsstatus
  • Lieferadresse oder Abholstandort
  • Geschätzte Lieferdauer oder bestätigtes Zeitfenster
  • Eine Kontaktmöglichkeit für Rückfragen

Zeigen Sie diese Angaben direkt auf der Website und senden Sie sie über den vorgesehenen Bestätigungskanal, beispielsweise per E-Mail.

Wenn Ihr Team Bestellungen erst manuell annimmt, unterscheiden Sie den Eingang klar von der Annahme. „Bestellung eingegangen – wir prüfen die Verfügbarkeit“ beschreibt einen anderen Status als „Bestellung angenommen – Abholung um 18:45 Uhr“. Eine erfolgreiche Online-Zahlung allein sollte keine unzutreffende Zusage über die Zubereitung auslösen.

Bei Verzögerungen oder einer Ablehnung braucht der Gast zeitnah eine Nachricht. Wurde bereits bezahlt, muss auch das weitere Vorgehen mit der Zahlung verständlich sein.

Die Bestellfunktion im Alltag prüfen

Die schönste Bestellseite hilft wenig, wenn neue Aufträge im Betrieb übersehen werden. Legen Sie fest, welches Gerät Bestellungen empfängt, wer sie bestätigt und wie Küche und Fahrpersonal informiert werden. Ein deutliches Signal und eine sichtbare Liste offener Aufträge unterstützen diesen Ablauf.

Testen Sie vor dem Start vollständige Liefer- und Abholbestellungen auf dem Smartphone. Prüfen Sie auch eine Adresse außerhalb des Liefergebiets, einen unterschrittenen Mindestbestellwert, eine geschlossene Küche und eine fehlgeschlagene Zahlung.

Entscheidend ist, dass Gast und Team denselben Auftrag mit denselben Angaben sehen. Stimmen Adresse, Preis, Zeit und Bestellstatus überein, wird die eigene Homepage zu einem verlässlichen Bestandteil Ihres Lieferservices.