Restaurant Homepage Erstellen

Digitale Speisekarte erstellen: Gerichte, Preise und Allergene übersichtlich darstellen

Digitale Speisekarte erstellen: Gerichte, Preise und Allergene übersichtlich darstellen

Ein Gast schaut auf dem Smartphone nach einer Pizza, ein anderer sucht ein vegetarisches Mittagessen, eine dritte Person muss bestimmte Allergene meiden. Alle brauchen schnell verständliche Informationen: Was gibt es, was kostet es und welche Zutaten sind enthalten? Wenn Sie eine digitale Speisekarte erstellen, bilden klare Kategorien, verlässliche Angaben und eine gut lesbare Darstellung die Grundlage. Dafür braucht es vor allem eine durchdachte Struktur und einen festen Ablauf für Änderungen.

Die Speisekarte sinnvoll in Kategorien gliedern

Orientieren Sie sich daran, wie Ihre Gäste bestellen. Für eine Pizzeria passen beispielsweise „Pizza“, „Pasta“, „Salate“, „Desserts“ und „Getränke“. Ein Imbiss kann mit „Burger“, „Beilagen“, „Menüs“ und „Getränke“ arbeiten. Bezeichnungen wie „Unsere Kreationen“ wirken individuell, lassen aber offen, welche Gerichte sich dahinter verbergen.

Stellen Sie häufig gesuchte Angebote weit nach oben. Eine Mittagskarte sollte direkt erreichbar sein und ihre gültigen Tage und Uhrzeiten nennen. Saisonale Gerichte bekommen einen eigenen Bereich, solange sie tatsächlich erhältlich sind.

Bei einer umfangreichen Karte helfen Schaltflächen, mit denen Gäste direkt zur gewünschten Kategorie springen. Vegetarische und vegane Angebote können zusätzlich filterbar sein. Beschriften Sie solche Filter verständlich und erklären Sie verwendete Symbole.

Für jedes Gericht dieselben Angaben verwenden

Ein einheitlicher Aufbau erleichtert den Vergleich. Jeder Eintrag sollte enthalten:

  • Gerichtname: eindeutig und gut erkennbar.
  • Kurzbeschreibung: wichtigste Zutaten und gegebenenfalls die Zubereitungsart.
  • Größe oder Portion: etwa Pizzadurchmesser, Stückzahl oder Getränkevolumen.
  • Preis: direkt beim jeweiligen Angebot.
  • Allergeninformationen: klar dem Gericht zugeordnet.

Für eine Pizza mit entsprechend geprüfter Rezeptur könnte ein Eintrag so aussehen:

Pizza Margherita – 9,50 €
Ø 28 cm, mit Tomatensauce, Mozzarella und Basilikum
Enthält: Weizen, Milch

Die Beschreibung sollte die Entscheidung erleichtern. „Mit gegrilltem Gemüse und Kräuterdip“ sagt mehr als „Ein köstlicher Genuss“. Bei Menüs nennen Sie auch die enthaltenen Beilagen und Getränke.

Preise und Auswahlmöglichkeiten eindeutig darstellen

Zeigen Sie Gästen den Endpreis einschließlich Umsatzsteuer. Der Preis gehört unmittelbar zum Gericht und sollte auch bei längeren Beschreibungen leicht auffindbar bleiben.

Wenn mehrere Größen angeboten werden, erhält jede Variante einen eigenen Preis. „28 cm: 9,50 €“ und „32 cm: 11,50 €“ sind verständlicher als ein einzelner Ab-Preis. Geben Sie bei Getränken die jeweilige Füllmenge an.

Zusätzliche Zutaten brauchen ebenfalls klare Angaben: beispielsweise „Extra Käse: +1,50 €“. In einer Bestellfunktion sollte sich der angezeigte Gesamtpreis aktualisieren, sobald Gäste Extras auswählen.

Für einen Lieferservice gehören Lieferkosten, Mindestbestellwert und gegebenenfalls Pfand in den sichtbaren Bestellablauf. Falls Abholung und Lieferung unterschiedliche Gerichtpreise haben, kennzeichnen Sie diese Unterschiede bereits bei der Auswahl. So können Gäste die Kosten vor dem Bestellabschluss nachvollziehen.

Allergene anhand der tatsächlichen Rezepturen erfassen

Auch bei unverpackten Speisen ist die Information über kennzeichnungspflichtige allergene Zutaten verpflichtend. Sie muss eindeutig dem jeweiligen Lebensmittel zugeordnet und rechtzeitig zugänglich sein. Bei Online-Bestellungen müssen die erforderlichen Informationen vor Abschluss des Kaufvertrags verfügbar sein. Die gesetzlichen Vorgaben zur Allergeninformation regeln diese Anforderungen und die zulässigen Formen der Bereitstellung.

Rezepturen und Lieferantenangaben prüfen

Die Grundlage Ihrer Angaben sind die tatsächlich verwendeten Zutaten. Erfassen Sie für jedes Gericht auch Bestandteile, die leicht übersehen werden: Saucen, Dressings, Brühen, Gewürzmischungen, Panaden und Garnituren.

Prüfen Sie die Zutaten gegen die 14 kennzeichnungspflichtigen Stoffe beziehungsweise Stoffgruppen. Dazu gehören beispielsweise glutenhaltiges Getreide, Milch, Eier, Erdnüsse, Schalenfrüchte, Sellerie, Senf und Sesam. Benennen Sie die betreffende Getreideart oder Schalenfrucht konkret, etwa „Weizen“ oder „Mandeln“.

Bei zugekauften Produkten helfen Zutatenlisten und aktuelle Produktspezifikationen. Ein neues Pesto oder eine andere Burgerbrötchen-Sorte kann die Allergenangaben verändern, obwohl der Gerichtname gleich bleibt.

Lassen Sie die Angaben durch eine Person prüfen, die die Rezepturen und Küchenabläufe kennt. Übernehmen Sie Allergenlisten anderer Restaurants oder automatisch vorgeschlagene Angaben erst nach einer Prüfung anhand Ihrer eigenen Zutaten.

Informationen direkt beim Gericht zugänglich machen

Ausgeschriebene Angaben wie „Enthält: Weizen, Milch, Ei“ sind für Gäste schnell verständlich. Wenn Sie Buchstaben oder Zahlen verwenden, muss die Legende leicht erreichbar sein. Auf dem Smartphone sollte niemand zwischen einem Gericht und einer weit entfernten Erklärung hin- und herscrollen müssen.

Auch Extras und auswählbare Saucen brauchen passende Allergeninformationen. Ein Salat kann beispielsweise durch ein anderes Dressing zusätzliche Allergene enthalten.

Kennzeichnungen wie „vegan“ und „vegetarisch“ beschreiben das Angebot, geben aber keine vollständige Auskunft über Allergene. Unterscheiden Sie außerdem zwischen enthaltenen allergenen Zutaten und möglichen unbeabsichtigten Einträgen durch die Verarbeitung. Ein pauschaler Spurenhinweis ersetzt die Angaben zu verwendeten allergenen Zutaten nicht.

Prüfen Sie neben Allergenen auch gegebenenfalls kennzeichnungspflichtige Zusatzstoffe. Halten Sie deren Hinweise und die Allergenkennzeichnung eindeutig auseinander.

Die Speisekarte auf der Restaurant-Website für Smartphones gestalten

Legen Sie die Speisekarte möglichst als normalen, bearbeitbaren Webseiteninhalt an. Damit können sich Texte an unterschiedliche Bildschirmgrößen anpassen und bei Bedarf vergrößert werden. Ein PDF eignet sich als zusätzlicher Download, etwa für Gäste, die die Karte ausdrucken möchten.

Für die mobile Darstellung funktioniert eine einzelne Spalte meist gut: Gerichtname und Preis stehen zusammen, darunter folgen Beschreibung und Hinweise. Lange Tabellen mit vielen nebeneinanderliegenden Spalten sind auf kleinen Bildschirmen schwerer zu lesen.

Achten Sie besonders auf diese Punkte:

  • Gut lesbare Schrift: Als Ausgangspunkt sind etwa 16 Pixel für Fließtext sinnvoll; prüfen Sie das Ergebnis auf einem echten Smartphone.
  • Deutliche Kontraste: Dunkler Text auf hellem Hintergrund erleichtert das Lesen.
  • Ausreichend Abstand: Kategorien und Auswahlfelder sollten sich bequem antippen lassen.
  • Verständliche Kennzeichnungen: Ergänzen Sie Farben und Symbole durch Text.
  • Schneller Zugang: Die Karte sollte ohne Registrierung oder zusätzliche App erreichbar sein.

Mit einer konkreten Bestellung testen

Öffnen Sie die Seite auf Ihrem eigenen Smartphone und suchen Sie ein bestimmtes Gericht. Prüfen Sie anschließend Größe, Preis, Allergene und mögliche Extras.

Testen Sie auch mit vergrößerter Schrift. Bleiben alle Angaben sichtbar? Lassen sich längere Gerichtnamen lesen? Verdeckt eine eingeblendete Bestellleiste wichtige Informationen?

Fotos können die Auswahl unterstützen. Verwenden Sie wenige aussagekräftige Bilder mit kleinen Dateigrößen, damit die Karte auch unterwegs zügig lädt.

Änderungen als festen Arbeitsablauf organisieren

Eine digitale Karte bleibt zuverlässig, wenn klar ist, wer sie pflegt. Legen Sie fest, wer Preisänderungen einträgt, wer Rezepturen prüft und wer Tagesangebote veröffentlicht. In kleinen Betrieben können diese Aufgaben bei einer Person liegen.

Nutzen Sie möglichst eine gemeinsame Datenbasis für die Speisekarte auf der Restaurant-Website und die Online-Bestellung. Wenn Ihr System beide Bereiche getrennt verwaltet, gehört die Aktualisierung beider Stellen fest zum Änderungsablauf.

Bei neuen Zutaten oder Lieferantenprodukten prüfen Sie die Allergenangaben vor dem weiteren Angebot. Preisänderungen sollten zeitgleich in allen betroffenen Karten erscheinen. Ausverkaufte Gerichte werden in der Bestellfunktion vorübergehend deaktiviert; abgelaufene Wochenangebote werden entfernt.

Ergänzen Sie diese laufende Pflege durch eine kurze wöchentliche Kontrolle von Preisen, Verfügbarkeit und Aktionszeiträumen. Ein sichtbares Aktualisierungsdatum kann Gästen Orientierung geben.

Wenn Sie einen QR-Code auf Tischen oder Flyern verwenden, lassen Sie ihn auf eine dauerhaft gleichbleibende Speisekartenseite führen. Dann können Sie Gerichte und Preise auf der Website aktualisieren, während der gedruckte Code weiterhin funktioniert.